Regatta Marbach 2017

Eher schnell als langsam wurden die Tage wieder kürzer. Ebenso die Länge der Trainingseinheiten verkürzte sich nach der Sommerpause mit jedem Mal mehr. Die Zeit für die Herbstregatten war gekommen. Dabei starteten wir am 23./24. September mit der Marbacher Sprintregatta. Aus dem Wir wurde allerdings recht schnell ein Ich, da der Rest unserer Rennmannschaft verhindert war. Zum Glück hatten wir noch unsere Transportgenehmigung für das Autodach. So packten wir am Samstag das Boot mit Samten Skulls auf das Auto und fuhren am frühen Mittag zur Regatta, wo uns strahlender Sonnenschein erwartete. Mein erstes Rennen im Einer bei den Seniorinnen fand am Nachmittag statt. Wir waren zu dritt im Rennen und ich kam leider nicht so richtig in den Fluss. Dennoch fuhr ich im Ziel mit nur einer Sekunde Abstand zum 2. auf den 3. Platz. Das Rennen bei den Leichtgewichts- Frauen lief dafür umso besser. Bis etwa zur Streckenhälfte hatte ich etwa eine Viertel Bootslänge Vorsprung. Doch leider brachte mich eine Welle etwas aus dem Konzept und so konnte meine Gegnerin aus Ludwigshafen diesen Vorsprung aufholen. Knapp eine Sekunde fehlte mir im Ziel für die Medaille und ich musste mich mit einem guten 2. Platz anfreunden. Diese Regatta war ein wenig anders als sonst, denn es war eine Jubiläums-Regatta. Da sie zum 50. Mal durchgeführt wurde, gab es für jeden Sportler (für uns aus Mitleid sogar für jeden Besucher aus dem Verein) ein Freigetränk und abends auch noch ein kleines Feuerwerk. So konnten wir den Abend gemütlich im Biergarten bei Live-Musik von den „dicken Fischen“ ausklingen lassen.

Am Sonntag startete ich ebenfalls zuerst im schweren Einer. Diesmal waren wir nur zu zweit, doch meine Gegnerin aus Ludwigshafen war auch diesmal überlegen und so belegte ich den 2. Platz. Im leichten Einer hingegen drehte ich heute den Spieß herum. Insgesamt starteten diesmal 4 Boote in dem Rennen. Der Schiedsrichter war etwas verwirrt, da er mich immer mit Waldsee anstatt Wimpfen ansprach. Aber da keine meiner Gegnerinnen aus Waldsee kam, konnte ich mir sicher sein, dass ich damit gemeint war. In diesem Rennen war es auch ein sehr enges Feld. Dabei kämpfe ich mit einer meiner Gegnerinnen aus Ludwigshafen um den ersten Platz. Ab der Streckenhälfte gelang es mir meinen Bug etwas nach vorne zu schieben und diesen Vorsprung konnte ich bis ins Ziel halten. So gewann ich das Rennen mit weniger als einer Sekunde Vorsprung. Da das Rennen eines der letzten war, waren die meisten Vereine schon abgereist, als wir den Regattaplatz ebenfalls verlassen und nach Hause fahren konnten.
 

Unser Fazit für diese Regatta: wenn ich alleine an einer Regatta teilnehme, haben wir nicht nur Trockenes, sondern auch sonniges Wetter. Wenn es also das nächste Mal auf einer Regatta regnet, liegt definitiv nicht an mir!

Maren Schuh