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Mittwoch, 10 März 2010
Wanderfahrt Lauffen - Neckarelz 26. - 27. September 2009 PDF Drucken

von Karl Robert Baden 

 

Die Power-Frauen des RV Bad Wimpfen wünschten sich eine kurze Wanderfahrt, bevor das Ruderjahr zu Ende geht. Nette Ruderkameraden sollten  auch mitfahren dürfen. Die Organisation übernahm schon mal unser netter Ruderkamerad und Wanderruderwart Dr.Wolfgang Wallbaum.

 Sechs Ruderinnen und vier Ruderer waren letztendlich entschlossen, das „Abenteuer“ anzugehen. Darunter einige, für die es die erste Wanderfahrt wurde. Aber erst einmal mussten die Boote, zwei Doppelvierer königlich-kaiserlichen Namens, nämlich Heinrich (VII) und Friedrich II, abgeriggert, auf den Bootsanhänger verladen und nach Lauffen transportiert werden. Lothar Wiesner, unser Altmeister im Wanderrudern, half tatkräftig mit. Dann ging es über die total verstopfte erste Kreuzung in Wimpfen nach Lauffen, aufriggern und die Boote für die Nacht lagern, ein Schwätzchen mit den Lauffener Ruderkameraden halten, den Wettergott beschwören und ab nach Hause. Das war der Freitagabend.

 

Am Samstagmorgen Fahrt von Wimpfen nach Lauffen. Leider falschen Rollsitz für Platz 1 im Friedrich mitgenommen. Ersatz bei den Lauffenern ausgeliehen. Aber dann ging es sogar pünktlich um 9:15 h zu Wasser. In der Friedrich ruderte heute die Frau/Mannschaft: Wolfgang, Gret Kirchgässner, Marianne Fix, Sylvia Möhle und Martin Feuerstein; in der Heinrich Karl Robert Baden, Bettina Knell, Christa Stück, Klaus Braner-Leiss und Judith Horning. Bei schönem, sonnigen Wetter glitten die Boote neckarabwärts durch die herbstliche Landschaft. Wir waren allein auf dem Wasser. Nur die Schreie der Eichelhäher und das gleichförmige Geräusch der eintauchenden Ruderblätter unterbrachen die Stille. Die Schleusen Lauffen und Horkheim passierten wir ohne Wartezeit und problemlos. (Kluge Planung zahlt sich eben aus, danke Wolfgang) Genau zur Mittagszeit erreichten wir den Steg der Ruderschwaben in Heilbronn. Im Clubrestaurant wurden die Energiespeicher wieder aufgefüllt, Schnitzel, Schnitzel, Salat, Salat usw! Danach ging‘s fröhlich weiter. An der alten, handbetriebenen Schleuse im Heilbronner Yachthafen (Wilhelmskanal) verlängerte sich der Aufenthalt in der Schleusenkammer. Das Oberwasser der Schleuse schien dünnflüssiger als das Unterwassers zu sein – die Schleusenkammer leerte sich nur in Zeitlupe. Aber Wolfgang fand noch einen weiteren Hebel und schon lief alles wie geplant. Die weniger schöne Strecke bis zur Kochendorfer Schleuse war schnell bewältigt und nach dem Schleusen waren wir wieder im heimischen Gewässer. Um 16:00 h erreichten wir unser Bootshaus. Anlegen, Boote versorgen und dann gab es Kaffee und Kuchen im Clubraum, zubereitet von unseren tüchtigen Ruderinnen. Der Samstag, der 26.Sept. war gelaufen.

 Sonntagmorgen, 7:30 h erneuter Aufbruch zur Etappe zwei. Frau/Mannschaften wurden neu zusammen gestellt, da Klaus nicht weiter mitmachen konnte und Christa erst mittags in Neckarelz zur Gruppe stoßen würde. Für sie war ein Ruderplatz in der Friedrich freigehalten. Die Cornelia als 3X +ersetzte die Heinrich. Das Wetter übertraf alle Erwartungen: „Dies ist ein Herbsttag wie ich keinen sah, die Luft ist still als atmete sie kaum...“ konnten wir mit Friedrich Hebbel jubeln. Fröhliche Gespräche begleiteten das Rudern während die außergewöhnlich reizvolle Landschaft an uns vorbeizog. 11:40 h schon beim RV Neptun-Neckarelz angekommen,die Boote aus dem Wasser geholt und an Tischen und Bänken vor dem Bootshaus eine zünftige Brotzeit gemacht. Es blieb auch noch Zeit für ein Schläfchen unter Bäumen, bis Christa eintraf und die Pause beendet wurde. Jetzt, um 12:45 h, mussten wir bergauf nach Bad Wimpfen zurück rudern. Die befürchtete Plackerei blieb aber aus. Wegen des niedrigen Wasserstandes hatte der Neckar kaum Strömung. In der Schleuse Neckarzimmern lernten wir: “Bergauf  wird das Ruderboot vom Bugplatz aus an den Stahlleitern in der Schleusenwand gehalten“. Anderenfalls kann es zum Paddelfischen kommen! In der Schleuse Gundelsheim dann das Gelernte perfekt umgesetzt. Um 16:00 h hatten wir wieder den Bootssteg des RV Bad Wimpfen unter den Füßen. Dem Ausladen der Gepäckstücke und dem „Anlandholen“ der Boote folgte eine wahre Putzorgie. Beide Boote wurden flächendeckend eingeseift, abgewienert und trockengelegt. Bei Kaffee und Kuchen wie gehabt wurde im Clubraum die kleine Neckar-Wanderfahrt abgeschlossen. Da alle Teilnehmer  sich spontan für eine Wanderfahrt auf dem Main im nächsten Jahr

begeisterten, musste die kleine Neckarfahrt wohl allen gefallen haben. Abschließend möchte der Chronist den „Wanderfahrtneulingen“ seinen Respekt für die vollbrachte Leistung  erweisen, waren doch 62 km in zwei Tagen zu rudern.

 
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