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Donnerstag, 09 September 2010
Winterwanderung der Dienstags-Ruderer PDF Drucken
Wenn die Eisschollen auf dem Neckar treiben, dann ist für Ruderer kein Wassertraining mehr möglich. Was noch lange nicht heißt, dass Ruderer sich nicht sportlich betätigen. Was gibt es schöneres als eine Winterwanderung bei Sonnenschein?


Samstag, 10. Januar 2009 (Gret Kirchgässner, Brigitte Zwicker)

Nachdem das Thermometer am Freitag -14° C anzeigte, zweifelte ich etwas daran, ob die Idee einer Winterwanderung im Odenwald so gut war. Aber da Gret alles so toll organisiert und auch einen Tisch in der Turmschenke vorbestellt hatte, gab es kein Zurück.Wir trafen uns am Samstagmorgen beim Bootshaus, alle mit mehreren Schichten warm angezogen und heißen Tee im Rucksack. In Waldkatzenbach parkten wir die Autos in einem Wohngebiet und los ging es in die verschneite Natur. Schon sehr bald stellte sich heraus, dass es beim Laufen gar nicht so kalt war. Außerdem war es ausnahmsweise in den höheren Lagen, also am Katzenbuckel wärmer als in den Tälern. Wir hatten einen herrlichen Tag erwischt und es tat richtig gut sich nach einer Arbeitswoche in der Natur zu bewegen. Die Route hatte Gret bestens vorbereitet. Es ging teils durch verschneite Wälder, teils über sonnige Höhen und wenn wir eine kleine Pause einlegten, um etwas heißen Tee zu trinken, spürte man richtig, wie die Sonne ihre Kraft überträgt. Es war schön mit Ruderern ins Gespräch zu kommen, die man dienstags zwar sieht, aber eben meist nur kurz. Unser Weg führte uns über Strümpfelbrunn, Ober- und Unterdielbach zurück nach Waldkatzenbach, wo sie in der Turmschenke schon einen Tisch im Wintergarten für uns gedeckt hatten. Es tat gut nach fast 3 Stunden Bewegung zu sitzen und etwas Warmes zu essen. Als wir uns gestärkt hatten, wollten wir doch noch auf den Turm steigen und hatten einen herrlichen Rundblick über den Odenwald. Auf dem Rückweg testeten wir, ob das Eis auf dem See hält und bewunderten die Sprungschanze. Doch eher kein Sport für uns! Als wir den Weg zum Auto einschlugen, wurden wir noch Zeugen eines ganz besonderen Naturschauspiels: im Westen ging die Sonne unter und tauchte den Horizont in warme rot/orange/gelb Töne, aber in östlicher Richtung ging gleichzeitig der Vollmond auf und ließ den Himmel blau/violett leuchten. Wir konnten uns kaum satt sehen an diesem Farbenspektakel. Was für ein herrlicher Abschluss einer so schönen Wanderung! Danke, Gret für die Organisation und auch Bettina für die Idee. Ich hoffe das war nicht die letzte Winterwanderung mit euch!

 
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