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Montag, 06 September 2010
Mitte Juli hatte Wolfgang Wallbaum eine Ruderwanderfahrt auf Aller und Weser für die erste September PDF Drucken
Tolle Tage auf der Aller. Wie drei Wimpfener Ruderer eine unvergessliche Wanderfahrt erlebten.
Mitte Juli hatte Wolfgang Wallbaum eine Ruderwanderfahrt auf Aller und Weser für die erste Septemberwoche ausgeschrieben. Da sich aus unserem Verein nur 3 Mitruderer fanden, waren wir froh über eine weitere Meldung aus Neckarelz. So konnten  wir mit einem Leihboot vom Celler Ruderverein, einem Dreier mit Steuermann und einer Person Landdienst mit eigenem Auto die Fahrt wagen.. Auch der Bootsanhänger wurde vom Celler Ruderverein kostenlos gestellt!
Am Nachmittag des Anreisetages waren wir schon auf dem Wasser. Die noch schmale, ruhig in Mäandern dahin fließende Aller boot mit viel Natur und 3 Wehren, -  davon 2 mit Bootsgassen ausgestattet, über die wir unser Boot treideln konnten , -  viel Abwechslung.

Am Abend machten wir Celle, die alte Herzogstadt mit gut erhaltenem Fachwerkstadtkern,
unsicher und fanden dann im Bootshaus mit Luftmatratze und Schlafsack die erste Nachtruhe.

Der 2. Tag begann gleich nach 500 m mit einem Wehr und Umtragen. Die danach auf einem kurzen Allerstück gefürchteten Steine unter Wasser konnten ohne Schaden umschifft werden.
Menschen wurden von nun an für uns zu selten zu sehenden Geschöpfen. Eine breite Palette von Wasser- und Greifvögeln vom Eisvogel bis zum Milan und neugierige Rinder, Pferde und Schafe waren unsere ständigen Begleiter. An diesem Tag sorgten 4 weitere Wehre mit Umtragen und eine Schleusung für Abwechslung. Gegen Abend trübte sich der Himmel ein und die letzte Dreiviertelstunde vor Hodenhagen, unserem Etappenziel, hatten wir Nieselregen. Hier waren wir in einer kleinen Pension „Wie bei Oma“ einquartiert und konnten richtige Betten genießen.

Der nächste Tag führte uns bei herrlichem Ruderwetter auf langsam breiter werdender Aller durch tausend Kurven, aber ohne Hindernisse, nach Verden. Dort kamen wir am Spätnachmittag an. Der Landdienst hatte bereits alle notwendigen Formalitäten erledigt, so dass wir uns im Bootshaus wieder schnell einrichten und stadtfein machen konnten.
In der hübschen, kleinen Landstadt dominierte der evangelische Dom über alle Gebäude.
Und so mussten wir ihn auch besichtigen, bevor wir in einem Kartoffelhaus unseren Hunger und Durst stillen konnten.

Am letzten Rudertag waren noch 6 km auf der Aller und 39 km auf der Weser zurückzulegen.
Da das schöne Wetter uns treu blieb, wurde auch dieser Tag zu einem Erlebnis.
Der Schiffsverkehr auf der Weser war, verglichen mit dem Neckar, eher dürftig.
Nach Verlassen der Schleuse in Bremen fanden wir uns etwa 4 m tiefer auf Ebbeniveau wieder. Entsprechend hoch mussten wir das Boot beim Ruderclub HANSA auf das  Land hinauf tragen. Der Landdienst hatte inzwischen den Bootsanhänger aus Celle geholt und nach gründlicher Reinigung wurde das Boot verladen, bevor wir in die Altstadt von Bremen ausschwärmten.

Nach viel Regen in der Nacht war der neue Tag wieder sonnig. Da auf dem Bootshausgelände Essensstände anlässlich eines Drachenbootrennens bereits ab 7:30 h Brötchen und Kaffe an-
boten, konnten wir uns hier bequem bedienen. Jetzt hatten wir Flut und Steg und Anleger lagen fast auf einer Ebene!

Nach Ablieferung des Bootes und des Anhängers in Celle und einer kurzen, gemütlichen Runde mit Celler Ruderern, machten wir uns auf die 530 km-Strecke zurück nach Bad Wimpfen. Eine schöne Ruderwanderfahrt ging zu Ende.

Wolfgang Wallbaum
 
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